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Wärmepumpe: Wartung und Service

Wärmepumpe warten und optimieren: Service in Berlin und Umland

Hersteller empfehlen für Wärmepumpen in der Regel eine jährliche Wartung, bei der Außengerät, Hydraulik, Speicher, Sicherheitstechnik und Regelung geprüft werden. Je nach Kältemittel und Füllmenge können zusätzlich Dichtheitsprüfungen nach der F-Gase-Verordnung vorgeschrieben sein. Mindestens so wichtig wie die Wartung ist eine gut eingestellte Heizkurve, denn sie entscheidet über die Jahresarbeitszahl.

Stand der Angaben: 26.10.2026

Eine Wärmepumpe braucht weniger Pflege als ein Öl- oder Gaskessel, aber sie ist nicht wartungsfrei. Verschmutzte Lamellen am Außengerät, ein zugesetzter Schmutzfänger, ein falscher Vordruck im Ausdehnungsgefäß oder eine zu hoch eingestellte Heizkurve kosten Effizienz, oft ohne dass man es sofort merkt.

Wir warten Wärmepumpen in Berlin, Potsdam und im Umland, auch Anlagen, die nicht von uns eingebaut wurden. Auf dieser Seite erklären wir, was bei einer Wartung passiert, wie Sie Störungen einordnen und wie Sie selbst prüfen, ob Ihre Anlage effizient arbeitet.

Monteur von B&B Haustechnik an der Außeneinheit einer Bosch-Wärmepumpe vor einem Einfamilienhaus

Was wird bei der Wartung einer Wärmepumpe geprüft?

Bei der Wartung prüfen wir Außengerät, Inneneinheit, Hydraulik, Speicher, Sicherheitseinrichtungen und Regelung. Der genaue Umfang richtet sich nach den Vorgaben des Herstellers, die typischen Punkte sind:

  • Außengerät: Sichtprüfung, Reinigung von Verdampferlamellen und Ventilator, freier Kondensatablauf, fester Stand und Schwingungsdämpfer.
  • Kältekreis: Sichtprüfung auf Ölspuren und Beschädigungen, Plausibilität von Drücken und Temperaturen über die Regelung.
  • Hydraulik: Anlagendruck, Vordruck des Ausdehnungsgefäßes, Schmutzfänger und Filter, Entlüftung, Funktion der Pumpen und Umschaltventile.
  • Heizungswasser: Kontrolle von Aussehen und Werten im Sinne der VDI 2035, damit Wärmetauscher nicht verschlammen oder verkalken.
  • Speicher: Warmwassertemperatur, Hygieneschaltung, bei emaillierten Speichern je nach Hersteller die Schutzanode.
  • Sicherheit und Elektrik: Sicherheitsventile, elektrische Anschlüsse im Rahmen unserer Zuständigkeit, Funktion des Heizstabs.
  • Regelung: Fehlerspeicher auslesen, Betriebsstunden, Taktverhalten, Heizkurve und Warmwasserzeiten prüfen.

Wie oft sollte eine Wärmepumpe gewartet werden?

Hersteller empfehlen in der Regel eine Wartung einmal im Jahr. Viele Garantiebedingungen setzen eine regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb voraus; prüfen Sie dazu die Unterlagen Ihres Geräts. Ein guter Zeitpunkt ist der Spätsommer oder frühe Herbst, bevor die Heizperiode beginnt.

Zusätzlich können gesetzliche Pflichten gelten. Die F-Gase-Verordnung betrifft Anlagen mit fluorierten Kältemitteln. Ob für Ihre Wärmepumpe regelmäßige Dichtheitsprüfungen vorgeschrieben sind, hängt je nach Kältemittel und Füllmenge ab, gemessen wird dabei in CO₂-Äquivalent. Bei vielen aktuellen Geräten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) stellt sich diese Frage anders, dafür gelten wegen der Brennbarkeit besondere Anforderungen an Aufstellung und Arbeiten am Kältekreis. Wir sehen uns bei der ersten Wartung Typenschild und Unterlagen an und sagen Ihnen, was für Ihre Anlage gilt.

Welche Störungen treten bei Wärmepumpen häufig auf?

Die meisten Störungen haben einfache Ursachen in der Hydraulik, der Stromversorgung oder der Regelung, nicht im Kältekreis. Fehlercodes sind herstellerspezifisch, die Bedeutung steht in der Bedienungsanleitung. Typische Gruppen sind:

Bevor Sie uns anrufen, lohnt ein Blick auf Anlagendruck, Sicherungen und die Fehlermeldung im Display. Notieren Sie den Code oder machen Sie ein Foto, das beschleunigt die Diagnose. Starten Sie die Anlage nicht mehrfach hintereinander neu, wenn ein Fehler immer wieder auftritt. Sie erreichen uns unter 0152 / 34 39 59 34.

  • Durchflussfehler: zu wenig Wasserumlauf, etwa wegen Luft im System, verschmutztem Schmutzfänger oder zu niedrigem Anlagendruck.
  • Hochdruck- oder Niederdruckstörung: häufig Folge von zu geringem Durchfluss, verschmutztem Verdampfer oder falschen Einstellungen, seltener ein Problem im Kältekreis.
  • Abtauprobleme: Das Außengerät vereist und taut nicht richtig ab, oft wegen blockiertem Kondensatablauf oder ungünstigem Standort.
  • Fühlerfehler: Ein Temperaturfühler liefert keine plausiblen Werte.
  • Kommunikationsfehler: Außengerät und Inneneinheit verlieren die Verbindung.
  • Sperrzeiten: Bei manchen Tarifen oder bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen kann der Netzbetreiber die Leistung zeitweise begrenzen. Das ist keine Störung, sollte aber in der Regelung berücksichtigt sein.

Wie optimieren Sie die Heizkurve?

Sie optimieren die Heizkurve, indem Sie die Vorlauftemperatur schrittweise so weit absenken, dass alle Räume gerade noch warm werden. Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur die Wärmepumpe bei welcher Außentemperatur liefert. Ab Werk ist sie meist vorsichtig hoch eingestellt.

Verändern Sie Steilheit oder Parallelverschiebung jeweils nur in kleinen Schritten und warten Sie ein bis zwei Tage, bevor Sie weiter nachstellen. Wird es bei milder Witterung zu warm, aber bei Frost zu kalt, stimmt meist die Steilheit nicht; ist es immer etwas zu warm oder zu kalt, die Parallelverschiebung. Lassen Sie die Thermostatventile in den Haupträumen möglichst weit offen, damit die Wärmepumpe gleichmäßig arbeiten kann.

Nach der ersten Heizperiode stellen wir die Heizkurve auf Wunsch anhand der Betriebsdaten nach. Häufig lässt sich die Vorlauftemperatur dabei noch um einige Grad senken.

Wie prüfen Sie, ob Ihre Wärmepumpe effizient arbeitet?

Sie prüfen die Effizienz über die Jahresarbeitszahl, also die im Jahr erzeugte Wärme geteilt durch den dafür verbrauchten Strom. Lesen Sie dazu einmal im Jahr zum selben Datum den Wärmemengenzähler oder die Wärmeanzeige der Regelung und den Stromzähler der Wärmepumpe ab.

Ein Beispiel mit Annahmen: Zeigt die Anlage im Jahr 18.000 kWh Wärme und der Zähler 5.600 kWh Strom, liegt die JAZ bei rund 3,2. Beachten Sie, dass manche Geräte die Wärmemenge intern nur schätzen und dass der Strom für Heizstab und Umwälzpumpen je nach Messkonzept enthalten ist oder nicht. Vergleichen Sie deshalb vor allem Ihre eigenen Jahre miteinander.

Sinkt die JAZ ohne erkennbaren Grund, etwa ohne kälteren Winter oder höheren Warmwasserverbrauch, deutet das auf ein Problem hin: verschmutztes Außengerät, zu hohe Heizkurve, häufiges Takten oder ein Heizstab, der zu oft zuschaltet. Feldtests des Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden haben gezeigt, dass solche Einstellungsfragen großen Einfluss auf die Effizienz haben.

Was kann der Betreiber selbst tun?

Als Betreiber können Sie zwischen den Wartungen einiges selbst prüfen, ohne die Anlage zu öffnen. Arbeiten am Kältekreis und an elektrischen Bauteilen gehören dagegen in Fachhände.

  • Außengerät frei halten von Laub, Schnee und Bewuchs, mit Abstand zu Hecken und Wänden.
  • Kondensatablauf im Winter auf Eisbildung kontrollieren.
  • Anlagendruck am Manometer gelegentlich ablesen und Abweichungen notieren.
  • Zählerstände einmal im Jahr festhalten, um die JAZ zu verfolgen.
  • Ungewöhnliche Geräusche, häufiges An und Aus oder auffällig hohen Stromverbrauch melden.

Häufige Fragen

Ist die Wartung einer Wärmepumpe Pflicht?

Eine allgemeine gesetzliche Wartungspflicht für jede Wärmepumpe gibt es nicht. Hersteller empfehlen in der Regel eine jährliche Wartung, oft ist sie Bedingung für die Garantie. Je nach Kältemittel und Füllmenge können Dichtheitsprüfungen nach der F-Gase-Verordnung vorgeschrieben sein.

Warten Sie auch Wärmepumpen, die Sie nicht eingebaut haben?

Ja, wir warten auch Anlagen anderer Betriebe. Bitte halten Sie zum Termin Typenschild, Bedienungsanleitung und frühere Wartungsprotokolle bereit, soweit vorhanden.

Was bedeutet ein Durchflussfehler?

Durch die Wärmepumpe fließt zu wenig Heizungswasser. Häufige Ursachen sind Luft im System, ein verschmutzter Schmutzfänger oder ein zu niedriger Anlagendruck. Prüfen Sie den Druck und rufen Sie uns an, wenn der Fehler bleibt.

Woran erkenne ich, dass meine Heizkurve zu hoch eingestellt ist?

Räume werden zu warm, Thermostatventile sind meist fast geschlossen und die Anlage taktet häufig. Dann lässt sich die Vorlauftemperatur in kleinen Schritten senken.

Wie hoch sollte die Jahresarbeitszahl sein?

Je höher, desto besser. Sie hängt stark von Vorlauftemperatur, Haus und Warmwasseranteil ab. Wichtiger als ein Zielwert ist, dass sie über die Jahre stabil bleibt; sinkt sie deutlich, sollte die Anlage geprüft werden.

Warum vereist das Außengerät im Winter?

Bei feuchter, kalter Luft bildet sich Reif auf dem Verdampfer. Das ist normal, die Anlage taut ihn regelmäßig ab. Bleibt das Eis dauerhaft oder wächst ein Eisblock unter dem Gerät, ist oft der Kondensatablauf blockiert.

Quellen

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